Wohnraumförderung

Wohnen wird als Grundbedürfnis des Menschen wahrgenommen. Doch nicht jeder kann sich selbst einen angemessenen Wohnraum verschaffen. In diesem Fall kommt der Staat mit der Wohnungsbauförderung ins Spiel. Diese öffentliche Förderung gibt auch der mittleren und unteren Einkommensgruppe die Möglichkeit, ihr Wohnen abzusichern. Es handelt sich vor allem um die Unterstützung von Seniorinnen und Senioren, Menschen mit schweren Behinderungen und Familien mit Kindern.

Es wird der Erwerb, Bau oder die Modernisierung von privatem Wohnraum unterstützt. Grundsätzlich werden folgende Maßnahmen gefördert:

  • Neubau oder Erwerb neuen Wohnraums
  • Änderung und Erweiterung des eigenen Wohnraums
  • Erwerb und Modernisierung des bestehenden Wohnraums
  • Umbau des Wohnraums („Anpassungsförderung“)

Im Vordergrund steht die Kostensenkung im Wohnungsbau. Bestimmte Bevölkerungsgruppen sollen mit ausreichendem Wohnraum versorgt werden, um damit Gerechtigkeit zu wahren. Man will nicht nur Wohnraum für jeden schaffen, sondern diesen auch energieeffizient und barrierefrei machen.  Es muss sowohl leistbar, als auch bedarfsgerecht sein.

Wer die Hilfe braucht, kann diese auf vielfältige Weise bekommen. Zur Verfügung stehen:

  • Zuschüsse
  • Zinsvergünstigte Kredite
  • Eigenkapitalhilfen in der Form von Ausfallbürgschaften
  • Immobilienbezogene Altersvorsorgeprodukte usw.

Die Bundesländer haben unterschiedliche Voraussetzungen und Bedingungen für die Wohnungsbauförderung.

Exemplarisch bieten wir Ihnen hier aufbereitete Informationen zunächst für Bayern und Baden-Württemberg. Die restlichen Bundesländer folgen noch.

Baden-Württemberg

Die Wohnbauförderung in Baden-Württemberg richtet sich an einkommensschwächere Familien, die keine Möglichkeit haben, sich selber angemessenen Wohnraum zu verschaffen. Dazu gehören Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind, schwerbehinderte Menschen mit speziellen Wohnbedürfnissen und kinderlose Paare. Dabei beachtet man das Gesamteinkommen, das eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreiten darf.

Mit Basisförderung werden Neubau und Erwerb einer Wohnimmobilie, Erwerb einer gebrauchten Wohnimmobilie und Änderungs- und Erweiterungsmaßnahmen in bestehenden Immobilien mitfinanziert.

Es besteht auch die Möglichkeit, eine Zusatzförderung für die folgenden Vorhaben zu bekommen:

  • energetische Sanierung von Bestandsimmobilien,
  • die energetische Optimierung,
  • Abbau von Barrieren in gebrauchten Immobilien,
  • Herstellung barrierefreien neuen Wohnraums,
  • innovativer Wohnungsbau,
  • behindertengerechte Gestaltung der Wohnung und des Zugangs zur Wohnung.

Die Wohnflächenobergrenzen sowie Kostenobergrenzen dürfen nicht überschritten werden.

Bayern

Der Freistaat Bayern stellt auch ein Förderungsprogramm zur Verfügung. Grundsätzlich dürfen alle Personen, deren Gesamteinkommen eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreitet, die Wohnraumförderung beantragen. Dabei haben behinderte Menschen und Familien mit Kindern einen Anspruch auf zusätzliche Hilfe.

In Bayern existieren zwei Förderungsprogramme (Bayerisches Wohnungsbauprogramm und Bayerisches Zinsverbilligungsprogramm), die einander nicht ausschließen, d.h. man kann grundsätzlich doppelt gefördert werden.

Durch das Bayerische Wohnungsbauprogramm können bis zu 30 % der Gesamtkosten beim Neubau und Ersterwerb und bis zu 40 % beim Zweiterwerb erstattet werden.

Beim Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm ist ein zinsverbilligtes Kapitalmarktdarlehen in Höhe von 30 % der Gesamtkosten auf die Dauer von 10 bis 15 Jahren vorgesehen.

Menschen mit Behinderungen haben die Möglichkeit für die Wohnraumanpassung ein leistungsfreies Darlehen bis zu 10.000 Euro zu bekommen.


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