Barrierefreie Küche
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Mehr Informationen zur Planung einer barrierefreien Küche

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Das ganze Konzept des barrierefreien Lebens sorgt dafür den Menschen mit Behinderungen eine möglichst autonome Existenz zu gewährleisten. Ohne die Möglichkeit für sich selber zu kochen ist es unvollständig. Die gesundheitlichen Umstände können nicht einen so wichtigen Lebensmittelpunkt wie die Küche aus dem Leben eines Menschen ausschließen.

Individuelle Planung spielt die größte Rolle bei der Gestaltung einer barrierefreien Küche, da jede Behinderung ihre eigenen Anforderungen hat. Grob kann man aber barrierefreie Küchen in drei Kategorien unterteilen:

  • Rollstuhlgerechte Küche;
  • Blindengerechte Küche;
  • Seniorengerechte Küche.

Sicherheit und Funktionalität sind aber die Faktoren, die für jeder Typ der barrierefreien Küche entscheidend sind.

Als erstes muss man feststellen, ob die Grundvoraussetzungen für eine barrierefreie Küche erfüllt sind, da sich leider nicht jede Küche problemlos umbauen lässt. Folgende drei Bedingungen sind dabei entscheidend:

  • Eine Fläche von mindestens 150 x 150 cm bleibt frei, nachdem die Küche eingebaut wurde. Nur so kann ein Rollstuhlfahrer sich da frei bewegen. Bei anderen Typen der barrierefreien Küche genügt eine freie Fläche von 1,2 m im Durchmesser.
  • Türen sind mindestens 90 cm breit.
  • Anschlüsse, Abflüsse, Schalter und Steckdosen können versetzt werden.

Falls die oben genannten Bedingungen nicht erfüllt werden können, besteht auch die Möglichkeit einen anderen Raum im Haus zu findet, der zu einer Küche umgebaut werden kann. Dabei steigen aber die Kosten auch deutlich.

Planung einer rollstuhlgerechten Küche:

  • Die Arbeitshöhe bestimmt man individuell nach Körperhöhe. Am besten sind dabei höhenverstellbare Platten, Kochfelder und Schränke.
  • Elektrogeräte sollen leicht zugänglich sein und sich auf Zugriffhöhe befinden. Ein Backofen mit traditioneller Klappe ist unbequem für einen Rollstuhlfahrer, deswegen werden seitlich öffnende Backofentüren empfohlen.
  • Arbeitsbereiche, Spüle und Backofen müssen unterfahrbar sein und über genügend Platz für die Beine verfügen.
  • Die Hängeschränke sind entweder absenkbar oder lassen sich diagonal nach vorne fahren.
  • Falls auch Unterschränke vorhanden sind, müssen diese fahrbar sein (am besten durch elektrische Steuerung).

Planung einer blindengerechten Küche:

  • Elektrogeräte müssen über Blindenelemente verfügen, sowohl Tasten als auch akustische Signale.
  • Bestimmte Halterungs- und Ordnungssysteme sowie Braille-Beschriftungen erleichtern die Nutzung der Küche.

Planung einer seniorengerechten Küche

  • Elektrogeräte und Ausstattungsgegenstände werden so eingebaut, dass der Nutzer sich nicht bücken muss, da dies ein echtes Problem für viele ältere Menschen ist. Eine ergonomische Nutzung wird erreicht, wenn die Geräte auf Hüfthöhe sind.
  • Da längeres Stehen mit zunehmendem Alter auch schwieriger wird, muss die Küche über ausreichend Möglichkeiten zum Ausruhen verfügen. Die Küche muss so geplant werden, dass vieles auch im Sitzen erledigt werden kann.
  • Die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen nehmen bei einer seniorengerechten Küche auch an Bedeutung zu, wie z. B. eine Abschaltautomatik oder speziell entwickelte Elektrogeräte, die das Verletzungsrisiko mindern.

 

Das wichtigste bei der Planung einer barrierefreien Küche ist zu verstehen, dass es keine perfekte universelle Lösung gibt. Nur die individuelle Planung, bei der alle Besonderheiten des jeweiligen Menschen berücksichtigt werden, führt zu einer tatsächlich barrierefreien Küche.


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