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Das Klingelschild für Rollstuhlfahrer – so nicht!

Das Schild neben dem Eingang des Gebrauchtwarenhauses

In dem Beitrag vom 10. Juni 2015 geht es um eine Geschäftsstraße in Köln -Dellbrück, die als „Lösung“ für die Barrierefreiheit, Klingelschilder vorsieht, mit denen sich z.B. Rollstuhlfahrer Hilfe herbeiklingeln können, die den Eintritt in die Geschäftsräume ermöglichen sollen.

Ein Gebrauchtwarenhaus in Niederbayern scheint sich ein ähnliches Konzept überlegt zu haben. Neben dem Eingang ist eine Klingel sowie ein blaues Hinweisschild mit einem Rohlstuhl-Piktogramm und dem Hinweis „Liebe Rollstuhlfahrer! Bitte sprechen Sie das Personal an oder läuten unten neben dem Eingang. Wir helfen Ihnen gerne dabei ins Haus (sic!) kommen.“ Sicher ist auch hier die Maßnahme gut gemeint, das Schild gibt aber bereits einen Hinweis, warum diese vermeintlich „barrierefreie“ Lösung mehr als problematisch ist: „… läuten UNTEN neben dem Eingang.“Eingang zum Gebrauchtwarenhaus: Es müssen zunächst sieben Stufen überwunden werden, um überhaupt das Schild mit dem Hinweis auf die Klingel lesen zu können.

Um das Schild überhaupt erst lesen zu können, müssen sieben Treppenstufen überwunden werden. Ein beschriftetes Klingelschild befindet sich auch erst neben dem Hinweisschild. Unten an der Treppe befindet sich zwar auch ein Schalter, aber es lässt sich nicht eindeutig erkennen, ob es sich dabei um eine Klingel handelt. Außerdem ist dieser Schalter recht weit oben angebracht, so dass er vermutlich auch von Rollstuhlfahrern nicht oder nur sehr schwer erreichbar ist.

 

 


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