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wheelchair for the disabled for use in swimming pool 2

Barrierefreie Schwimmbäder

Freiheit bedeutet viel, besonders für die Menschen, die Bewegungseinschränkungen haben. Deswegen ist es sehr wichtig, die nötigen Bedingungen in unserer Gesellschaft zu schaffen, damit sie sich überall und in allen Lebenssituationen wohlfühlen. Eine barrierefreie Umgebung muss eine Norm des 21. Jahrhunderts sein, überall im Leben und bei allen Tätigkeiten des Menschen. Schwimmen ist eine beliebte Freizeitaktivität für Menschen in Gewässern, sowohl in Seen, Flüssen, Meeren als auch in gebauten Schwimmbädern. Schwimmen ist sehr bedeutungsvoll für jeden in jedem Alter, weil das Wasser einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit hat. Die Einwirkung des Wassers fängt mit der Haut an. Es reinigt sie, verbessert dadurch ihre Versorgung und das Atmen. Während des Schwimmens erfüllen die Hauptmuskelgruppen eine dynamische Arbeit, was zu physiologischen Verbesserungen bringt. Deswegen muss unabhängig von den Einschränkungen die Zugänglichkeit von Schwimmbädern und Wellnessbereich erhöht werden. Man muss auch berücksichtigen, dass eine größere Bewegungsfläche erforderlich ist. Das betrifft alle Durchgänge, Umkleidekabinen, WCs und Duschen, wo man die Möglichkeit haben muss, auch mit dem Rollstuhl mühelos durchzufahren. Bedienelemente, sowie Kleiderhaken und Schränke müssen niedrig angesetzt werden. …

Das Schild neben dem Eingang des Gebrauchtwarenhauses

Das Klingelschild für Rollstuhlfahrer – so nicht!

In dem Beitrag vom 10. Juni 2015 geht es um eine Geschäftsstraße in Köln -Dellbrück, die als „Lösung“ für die Barrierefreiheit, Klingelschilder vorsieht, mit denen sich z.B. Rollstuhlfahrer Hilfe herbeiklingeln können, die den Eintritt in die Geschäftsräume ermöglichen sollen. Ein Gebrauchtwarenhaus in Niederbayern scheint sich ein ähnliches Konzept überlegt zu haben. Neben dem Eingang ist eine Klingel sowie ein blaues Hinweisschild mit einem Rohlstuhl-Piktogramm und dem Hinweis „Liebe Rollstuhlfahrer! Bitte sprechen Sie das Personal an oder läuten unten neben dem Eingang. Wir helfen Ihnen gerne dabei ins Haus (sic!) kommen.“ Sicher ist auch hier die Maßnahme gut gemeint, das Schild gibt aber bereits einen Hinweis, warum diese vermeintlich „barrierefreie“ Lösung mehr als problematisch ist: „… läuten UNTEN neben dem Eingang.“ Um das Schild überhaupt erst lesen zu können, müssen sieben Treppenstufen überwunden werden. Ein beschriftetes Klingelschild befindet sich auch erst neben dem Hinweisschild. Unten an der Treppe befindet sich zwar auch ein Schalter, aber es lässt sich nicht eindeutig erkennen, ob es sich dabei um eine Klingel handelt. Außerdem ist dieser Schalter recht weit oben …

"Bitte klingeln"

Klingel statt Rampe – ist das schon barrierefrei?

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet über eine Initiative im Kölner Stadtteil Dellbrück. Dort ist die Haupteinkaufsstraße abschüssig, weswegen die meisten Geschäfte  nur über einige Stufen erreichbar sind. Eine Klingel am Eingang soll nun Rollstuhlfahrern und Menschen mit Rollatoren oder Kinderwagen ermöglichen, Verkäufer zu Hilfe zu rufen. Diese sollen dann dabei behilflich sein, die Stufen zu überwinden. Die Ladenbesitzer freuen sich, haben sie doch etwas für die Inklusion getan und dabei auch noch Geld gespart; die Funkklingeln kosten nur etwa 100 Euro. Kritiker finden allerdings, dass die Idee sicherlich nett gemeint sei, mit Barrierefreiheit allerdings nichts zu tun habe. Bei Wind und Wetter draußen warten müssen und hoffen, dass man hineingetragen wird, empfinden manche Rollstuhlfahrer als demütigend. Ganz davon ab lassen sich E-Rollstühle nicht „mal eben“ hochwuchten, auch nicht nur zwei Stufen, da sie etwa 150 kg schwer sind. Laut § 55 der Bauordnung NRW ist für einen barrierefreien Zugang eindeutig ein stufenlos erreichbarer Eingang vorgeschrieben. Abhilfe schaffen könnten zum Beispiel mobile Rampen, die jedoch vor Ort vom Ordnungsamt bereits bemängelt wurden. Die Frage ist natürlich inwieweit diese Rampen …