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Barrierefreie Bushaltestellen – wann endlich deutschlandweit?

bushaltestelle

Laut der Halterner Zeitung müssen bis zum 1. Januar 2022 alle Bushaltestellen im nordrhein-westfälischen Haltern barrierefrei umgebaut werden. Dies wurde Anfang 2013 durch das Personenbeförderungsgesetz des Bundes festgelegt. Einige Haltestellen sind bereits modernisiert, dennoch kommt ein weiterer Arbeitsaufwand auf die Stadt zu. 2017 wird außerdem ein neuer Nahverkehrsplan umgesetzt.

Zu den Maßnahmen gehören unter anderem erhöhte Haltesteige, Rillen- und Noppenmarkierungen für blinde und sehbehinderte Fahrgäste, sowie optische und akustische Informationssysteme.

Von 287 Bushaltestellen in Haltern wurden bereits 60 barrierefrei gestaltet, allerdings fehlen immer noch 227 weitere. Im ganzen Kreisgebiet gibt es rund 5000 Haltestellen. Da es unmöglich wäre, so viele bis 2022 zu renovieren, werden vorerst nur diese 287 direkt in Haltern umgestaltet. Ländliche, weniger genutzte Haltestellen bleiben so wie sie sind, doch gerade auch auf dem Land leben viele ältere oder behinderte Menschen, die auf öffentliche Verkehrsmittel wie den Bus angewiesen sind. Dass die ländlichen Regionen vernachlässigt werden, ist leider nicht nur im Umkreis von Haltern so.

Allerdings arbeiten einige andere deutsche Städte auch an dem Umbau der Bushaltestellen, zum Beispiel Dortmund oder Leipzig. Auch hier müssen bis 2022 alle Bushaltestellen behindertengerecht renoviert werden. Da die Leute immer älter werden und es weiterhin auch immer körperlich behinderte Menschen geben wird, wird das barrierefreie Gestalten immer wichtiger. Doch wie die Internetseite nullbarriere.de erklärt, bringen diese barrierefreien Haltestellen ohne sogenannte Niederflur-Busse relativ wenig, aber auch diese Busse werden immer mehr.

Seit dem Dezember 2014 gibt es in Deutschland die DIN 18040-3. Diese ist für den öffentlichen Verkehrs- und Freiraum zuständig, daher ist zu erwarten, dass in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten immer mehr Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut werden. Inzwischen fordern auch schon viele Gemeinden oder kleinere Städte solche Haltestellen und man kann davon ausgehen, dass auch diese in der nächsten Zeit behindertengerecht gestaltet werden. Genaue Zeitangaben sind allerdings noch nicht bekannt.

Doch wie sieht es eigentlich bei anderen öffentlichen Verkehrsmitteln aus? Laut der Website myhandicap.de sind in München beispielsweise fast alle Straßenbahnen behindertengerecht und auch die meisten U-Bahnlinien verfügen über mindestens einen Aufzug. Ähnlich sieht es auch in anderen deutschen Großstädten aus, bis auf ein paar Ausnahmen. In den Berliner Bussen kann man zum Beispiel sogar einen kostenlosen Begleitservice anfordern. Dieser hilft mobilitätseingeschränkten Fahrgästen beim Umsteigen.

Bild: © Ingo Bartussek / Fotolia.com


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