Monate: Juli 2015

Doctor's hand holding a wrinkled elderly hand

Der elektronische Schutzengel: Dementenschutzsystem Raphael

Aus dem Hause Martin Electronic Systems stammen die sogenannten Schutzengelsysteme. Raphael, so der Name der Produktserie, bietet ein GPS-System, das dabei hilft ältere und auch demente Menschen vor Notsituationen zu bewahren. Raphael gibt es so wohl für den heimischen Gebrauch als auch als System für Einrichtungen. Das Prinzip ist dasselbe. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Hausnotrufsystem, das ein aktives betätigen eines Knopfes erfordert, läuft bei den Raphael Schutzengelsystemen alles automatisch: Die ältere oder demente Person trägt am Körper einen GPS-Sender am Körper, beispielsweise in Form einer Armbanduhr oder am Gürtel. Verschiedene Sensoren und Bewegungsmelder können nun in der Wohnung platziert werden. Bei ungewöhnlichen Aktivitäten kann dann vom System ein Alarm ausgelöst werden, der die nächsten Verwandten benachrichtigt. Ein Beispiel: Herr Steffens betritt sein Badezimmer. Dies wird durch den Sensor erfasst. Beim Verlassen jedoch stürzt er und kommt nicht mehr alleine auf die Beine. Das GPS-System registriert nun außergewöhnlich lang keine Bewegungen mehr und löst deshalb einen Alarm aus und sendet eine SMS an die Tochter von Herrn Steffens. Die macht sich sofort auf den Weg, findet ihren …

gariprincip

Barrierefrei mobil kommunizieren dank GARI

GARI ist ein Projekt des Mobile Manufacturers Forum (MMF), mit dem Ziel, mehr Wissen über barrierefreie Funktionen und Eigenschaften von Mobiltelefonen und Tablets zu vermitteln. Sie bieten außerdem Hilfe bei der Suche nach dem richtigen barrierefreien Gerät an. GARI ist die Abkürzung für „Global Accessibility Reporting Initiative“, was auf Deutsch so viel heißt wie „Weltweite Barrierefreiheit Meldungsinitiative“. Die Geräte, die GARI anbietet, verfügen über besondere barrierefreie Funktionen. Diese werden ständig verbessert und überarbeitet. Mit dem zunehmenden technologischen Fortschritt werden sie sich auch immer weiter verbreiten. Auf gari.info kann man auswählen, für welche Beeinträchtigung man Hilfe in Form eines Mobiltelefons oder Tablets braucht. Die Website schlägt dann einige Geräte vor, die auf diese Einschränkung ausgerichtet sind. Man kann allerdings auch einfach den Hersteller oder das Modell eingeben, falls man schon weiß, welches Mobiltelefon beziehungsweise Tablet man gerne hätte. Außerdem kann man die „detaillierte Suche“ nutzen, um genau die gewünschten Funktionen des Geräts einzugeben. Doch auf der Internetseite kann man nicht nur das richtige Handy oder Tablet auswählen, sondern auch nach guten barrierefreien Apps suchen. Hierzu werden …

Barrierefreier Flur – Was sollte man beachten?

Damit ein Flur barrierefrei ist, muss er laut nullbarriere.de mindestens eine Breite von 120 cm haben. Außerdem muss er eine Ausweichfläche von Minimum 150 cm x 150 cm aufweisen. Ist davon auszugehen, dass sich zwei Rollstuhlfahrer dort begegnen, muss der Flur mindestens 180 cm breit sein. Dies ist in der Din 18040-2 festgelegt. Die Maße für barrierefreie Gänge werden nach den Personen bemessen, die den größten Flächenbedarf haben, das heißt, die Breite des barrierefreien Flures wird auf Rollstuhlfahrer ausgelegt. Weiterhin ist zu beachten, dass keine Stolperfallen vorhanden sind. Einschränkungen der Breite durch Mauervorsprünge, Handläufe, Briefkästen, Feuerlöscher, Schränke usw. sind nicht erlaubt. Durchgänge und Türen müssen eine Mindestbreite von 90 cm haben. Immer mehr Leute werden auf barrierefreie Wohnungen, und somit auch auf barrierefreie Flure, angewiesen sein. Viele Vermieter achten beim Renovieren ihrer Wohnungen gleich darauf, dass sie barrierefrei gestaltet werden. Vor ein paar Jahren waren behindertengerechte Einrichtungen noch relativ selten, doch inzwischen werden es immer mehr. Die Leute haben begriffen, dass barrierefreie Wohnungen Zukunft haben, denn die Menschen werden immer älter und im Alter steigen …

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Die barrierefreie Küche – was gilt es zu beachten?

Wie in jedem Raum, der barrierefrei geplant oder saniert werden soll, muss im ersten  Schritt vor allem an den größeren Platzbedarf gedacht werden. Die Bewegungsflächen vor den Arbeitsbereichen sollten etwa 1,5 mal 1,5 m groß sein. Ausreichend breite Türen, für Rollstuhlfahrer mindestens 90 cm Durchgangslichte, sind auch hier Pflicht. Als Bodenbelag eignen sich zum Beispiel rutschhemmende Fliesen. Diese sind außerdem recht pflegeleicht. Keinesfalls dürfen durch den Bodenbelag elektrostatische Aufladungen entstehen. Die Sockel der Küche sollten hoch- und zurückgesetzt sein, um Platz für die Rollstuhlfußrasten zu schaffen. Die klassische Aufteilung mit Backofen und darüber liegendem Kochfeld ist vor allem für Rollstuhlfahrer ungeeignet. Praktikabler ist ein  unterfahrbares Kochfeld, also eine Aussparung, so dass die Arbeitsfläche frontal erreicht werden kann und nicht seitlich angefahren werden muss. Dies gilt für alle Arbeitsflächen und nicht nur für das Kochfeld. Induktionskochfelder sind die sichersten, da nicht die Flächen, sondern lediglich die Töpfe heiß werden. Die Höhe der Arbeitsfläche muss auf den Nutzer zugeschnitten sein, bei Lebensgemeinschaften von Menschen mit und ohne körperliche Einschränkung kann erwägt werden, Arbeitsflächen in unterschiedlicher Höhe einzuplanen, …

Das Schild neben dem Eingang des Gebrauchtwarenhauses

Das Klingelschild für Rollstuhlfahrer – so nicht!

In dem Beitrag vom 10. Juni 2015 geht es um eine Geschäftsstraße in Köln -Dellbrück, die als „Lösung“ für die Barrierefreiheit, Klingelschilder vorsieht, mit denen sich z.B. Rollstuhlfahrer Hilfe herbeiklingeln können, die den Eintritt in die Geschäftsräume ermöglichen sollen. Ein Gebrauchtwarenhaus in Niederbayern scheint sich ein ähnliches Konzept überlegt zu haben. Neben dem Eingang ist eine Klingel sowie ein blaues Hinweisschild mit einem Rohlstuhl-Piktogramm und dem Hinweis „Liebe Rollstuhlfahrer! Bitte sprechen Sie das Personal an oder läuten unten neben dem Eingang. Wir helfen Ihnen gerne dabei ins Haus (sic!) kommen.“ Sicher ist auch hier die Maßnahme gut gemeint, das Schild gibt aber bereits einen Hinweis, warum diese vermeintlich „barrierefreie“ Lösung mehr als problematisch ist: „… läuten UNTEN neben dem Eingang.“ Um das Schild überhaupt erst lesen zu können, müssen sieben Treppenstufen überwunden werden. Ein beschriftetes Klingelschild befindet sich auch erst neben dem Hinweisschild. Unten an der Treppe befindet sich zwar auch ein Schalter, aber es lässt sich nicht eindeutig erkennen, ob es sich dabei um eine Klingel handelt. Außerdem ist dieser Schalter recht weit oben …